Wichtige Mitteilung der StuVe

Semesterverschiebung: Informationen der Studierendenvertretung

 

Liebe Studierende,

letzten Mittwoch hat die bayerische Staatsregierung Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu entschleunigen und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Auf der Webseite des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ist zu lesen, dass „die Vorlesungen nach aktuellem Stand an allen staatlichen Hochschulen und Universitäten im Freistaat erst am 20.04.2020 – nach den Osterferien – beginnen.“ In internen Schreiben an die Hochschulen wurde jedoch präzisiert, dass nur die Präsenzlehrveranstaltungen verschoben werden und das Semester weiterhin am 16.03.2020 beginnt. Dabei gibt es vom Ministerium eine Vorgabe: Durch die Verschiebung darf sich die Gesamtunterrichtszeit des Semesters nicht verkürzen, d.h. ausfallende Lehrveranstaltungen müssen nachgeholt werden.

Um diese Vorgaben zu erfüllen, tagt an der HM seit Mittwoch ein Krisenstab bestehend aus der Hochschulleitung, der Verwaltung und weiteren Stakeholdern. Die Dekane und Studiendekane der Fakultäten werden voraussichtlich ab Montag teilnehmen. Auch die Studierendenvertretung sitzt mit am Tisch und bringt die Sicht der Studierenden ein. Bisher sind leider noch viele Fragen ungeklärt – jedoch wird täglich und mit Hochdruck daran gearbeitet, geeignete Lösungen für die vom Ministerium veranlasste Verschiebung des Starts der Präsenzlehre zu finden.

Am Donnerstag wurde eine erste Semesterplanung aufgestellt und an die Studierenden der HM kommuniziert: Durch die Verschiebung fallen 21 Unterrichtstage aus – diese sollen daher durch elf Samstage, drei Pfingsten-Brückentage und fünf Tage am Ende des Semesters ausgeglichen werden. Lehrveranstaltungen sollen im Zeitrahmen von 08:00 bis 22:00 Uhr stattfinden können. Auch werden Dozenten ausdrücklich darum gebeten, Online-Angebote bereitzustellen, sodass ihre Lehrveranstaltungen bereits vor dem 20.04.2020 durchgeführt werden können (Quelle).

Die Semesterplanung bedeutet jedoch nicht, dass alle Studierenden durchgehend montags bis samstags von 8:00 bis 22:00 Uhr Lehrangebote wahrnehmen müssen: Mit der Ausweitung der Vorlesungszeit wurde lediglich ein zeitlicher Rahmen festgelegt, in welchem sich die Fakultäten für die Entwicklung ihrer Lehrpläne bewegen dürfen. Die letztlichen Wochenpläne werden einen geringeren Zeitumfang haben als es der Rahmen erlaubt. Hier werden wir uns mit aller Kraft für Euch einsetzen, damit die Arbeitsbelastung auch wirklich so gering wie möglich sein wird!

Der Prüfungszeitraum wird mit dem Prüfungsausschuss abgestimmt. Vorgesehen ist, dass am 18.07.2020 die zentralen Prüfungen in den allgemeinwissenschaftlichen Wahlpflichtmodulen durchgeführt werden. Ab dem 20.07.2020 finden die Prüfungen in den einzelnen Studiengängen statt. Die Notenbekanntgabe ist für den 14.08.2020 vorgesehen. Zudem können Lehrpersonen, die den Lehrstoff zu einem früheren Zeitpunkt komplett vermitteln konnten (z.B. durch OnlineAngebote), bereits nach rechtzeitiger Information der Studierenden Prüfungen während der Vorlesungszeit des Semesters anbieten (Quelle). Der Start des Prüfungszeitraums verschiebt sich somit um neun Tage und der Tag der Notenbekanntgabe um vierzehn Tage nach hinten.

Die bisherigen Entscheidungen in Bezug auf die Vorlesungs- und Prüfungszeit des kommenden Semesters sind aus unserer Sicht zwar nicht optimal, aber unter den aktuellen Umständen bzw. in Anbetracht der Vorgaben durch das Ministerium nachvollziehbar: Wenn sich die Gesamtunterrichtszeit tatsächlich nicht verkürzen darf, dann ist eine Ausweitung und anteilige Verdichtung der Lehrpläne unausweichlich. Klar ist jedoch auch: Das allein kann es nicht gewesen sein!

In der nächsten Woche werden wir uns erneut an den Gesprächen beteiligen. Wir werden hierbei unseren Fokus auf die Auswirkungen der Lehrplanänderung für die Studierenden legen und konkrete Maßnahmen zum Ausgleich möglicher Nachteile einfordern:

  • Wie werden die Einkommenseinbußen von Studierenden, die neben dem Studium arbeiten gehen müssen oder im Praxissemester sind, ausgeglichen?
  • Wie können Studierende ihre Kinder oder pflegebedürftigen Eltern betreuen, wenn sie Samstage und Abende eventuell in der HM verbringen?
  • Wie wird damit umgegangen, wenn Studierende aufgrund der Verschiebung des Prüfungszeitraums ihr Praxissemester nicht rechtzeitig beginnen können?
  • Welcher Ausgleich wird den Studierenden angeboten, die aufgrund der Verdichtung des Lehrplans nicht mehr ihre volle Leistung erbringen können?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass die durch Online-Angebote zu erbringende Studienleistung keine Erhöhung der Arbeitsbelastung zu Folge hat?
  • Welche Kulanzregelungen trifft die HM für Studierende, die im Sommersemester ihre Bachelor- oder Masterabschlussarbeit abgeben müssen?
  • Welche Auswirkungen hat die Lehrplanänderung auf Studierende mit Behinderung, einer chronischen Erkrankung oder einer akuten Erkrankung?
  • Welcher Ausgleich wird den Studierenden angeboten, die aufgrund einer möglichen Infizierung mit SARS-CoV-2 in Quarantäne bleiben müssen?
  • Wie wirkt sich eine Firmenschließung auf Grund von Corona auf die zu erbringende Arbeitszeit im Praxissemester aus? Welche Kulanz wird geboten?

Nächste Woche werden sich voraussichtlich weitere Erkenntnisse ergeben. Die jeweils aktuellen Informationen sind auf hm.edu/corona sowie der FAQ-Seite der HM zu finden (Quelle).

Bitte beachtet auch unsere Kanäle facebook.com/hmstuve und instagram.com/hmstuve.

Viele Grüße und Händewaschen nicht vergessen,

Christina Mooser (FK12), Constantin Pittruff (FK09), Max Emrich (FK12), Marc Seidl (FK01), Anna-Sarah Weigel (FK05) und Franziska Blum (FK04)

– Vorstand des Studentischen Parlaments der Hochschule München –

Anmerkung der Fachschaft 07:
Ein PDF der StuVe-Information findet Ihr hier: PDF